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[…] „So dokumentiert Oelwein in einer ‚Apostroph-Gruselgalerie‘ im Internet die modische Verwendung des angelsächsischen Apostroph-s nicht nur in Genitivkonstruktionen (‚Waldemar’s Grillcorner‘), sondern auch bei der Pluralbildung (‚T-Shirt’s‘, ‚Kid’s‘, ‚Snack’s‘). […]Die erwähnte Gruselgalerie befindet sich im Kapostropheum. Der einleitende Text aus dem Artikel legt nun nahe, ich hätte ebenfalls eine Sammlung für Stellen, an denen ein Bindestrich fehlt, angefangen. Das war da nun noch nicht der Fall.Seit kurzem plagt den Sprachpfleger eine neue Seuche, die er ‚Agovis‘ nennt. Das Kunstwort, abgeleitet vom griechischen Agora (Platz; im übertragenen Sinne: Leere), soll die Abwesenheit eines Satzzeichens beschreiben: des Bindestrichs, Fachbezeichnung ‚Divis‘.“ […]
Was allerdings stimmt, ist, daß ich im Kapostropheum eine neue Abteilung eingeführt hatte, in der Stellen gesammelt werden, wo eigentlich ein Apostroph hingehört hätte, aber fälschlicherweise weggelassen wurde. Dafür habe ich das Wort Agostroph erfunden, das seine Vorsilbe ans griechische Αγoρα („Marktplatz“, hiernach benannt auch die Agoraphobie, die Angst vor großen, leeren Plätzen.) anlehnt. Als Parallel-Erscheinung wurde der viel häufiger auftretende fehlende Bindestrich erwähnt, kurzerhand mit der Bezeichnung Agovis (nach der Fachbezeichnung „Divis“ für den normalen Bindestrich) versehen und alles unter der Sammelbezeichnung Agopunktion (für das ganz allgemeine Weglassen von Satzzeichen, wo eigentlich welche hingehört hätten) zusammengefaßt.
Wie auch immer, da der Spiegel mir eine solche Sammlung quasi ans Herz gelegt hat, will ich mich auch nicht lange bitten lassen. Hier ist sie. Natürlich erst in den Kinderschuhen. Fundstücke und Beiträge sind willkommen, bitte hierher.
Das wär’s erstmal. Gute Unterhaltung!